Implizites Wissen

Implizites Wissen ist Erfahrungswissen, das sich im Handeln zeigt, nicht im Dokument. Es entsteht über Jahre hinweg im Arbeitsalltag: durch Wiederholung, durch Beobachtung, durch Problemlösung, durch Verantwortung. 

Menschen greifen darauf zurück, wenn sie Entscheidungen treffen, Risiken einschätzen oder Abläufe steuern. Oft ist es so selbstverständlich geworden, dass sie es selbst kaum benennen können.  

Ein ungewohntes Maschinengeräusch, das sofort auffällt. Eine minimale Abweichung, die ein Muster erkennen lässt. Ein Gespür dafür, wann eine Situation kippt. Wenn erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, geht dieses Wissen häufig verloren. Klassische Übergaben reichen nicht aus, weil vieles nie bewusst formuliert wurde. Dieses Wissen steht in keinem Handbuch – und doch ist es entscheidend. 

 

Implizit vs. explizit 

Explizites Wissen ist dokumentiert und formalisiert. 

Implizites Wissen ist erfahrungsbasiert, schwer zu dokumentieren und wird im Tun sichtbar. Gerade deshalb ist es wertvoll – und verletzlich.